Fragen & Antworten zur Geburt im Geburtshaus
Ihr habt Fragen zur Geburt in einem Geburtshaus?
Ihr überlegt, ob eine Geburt im Geburtshaus für euch infrage kommt?
Hier findet ihr Antworten auf häufige Fragen – zur Betreuung und Schwangerschaftsvorsorge, zur Sicherheit, zu Kosten, Verlegung und Wochenbettbetreuung.
Wenn ihr uns persönlich kennenlernen möchtet, kommt gern zu unserem Infoabend.
Wie kann ich die Schwangerschaftswoche und den Geburtstermin berechnen?
Wenn du wissen möchtest, in welcher Schwangerschaftswoche du bist oder wann dein voraussichtlicher Geburtstermin ist, kannst du dafür unseren Schwangerschaftsrechner, das digitale Gravidarium, nutzen. Je nachdem, was du bereits weißt, kannst du mit dem ersten Tag deiner letzten Periode, einem bekannten Geburtstermin, dem Zeitpunkt von Eisprung bzw. Befruchtung oder deiner aktuellen Schwangerschaftswoche rechnen.
Geburtshaus oder Klinik – was ist der Unterschied?
Im Geburtshaus steht eine persönliche und kontinuierliche Betreuung durch Hebammen im Mittelpunkt. Ihr lernt eure betreuenden Hebammen bereits während der Schwangerschaft kennen und werdet während der Geburt individuell begleitet.
Viele Eltern entscheiden sich für eine Geburt im Geburtshaus, weil ihnen eine vertraute Atmosphäre, eine kontinuierliche 1:1-Betreuung, möglichst wenige routinemäßige Eingriffe und gemeinsame Entscheidungen wichtig sind.
Anders als in einer Klinik stehen im Geburtshaus keine ärztlichen oder operativen Behandlungsmöglichkeiten unmittelbar vor Ort zur Verfügung. Deshalb prüfen wir bereits während der Schwangerschaft sorgfältig, ob eine außerklinische Geburt für euch infrage kommt. Sollte während der Geburt eine Betreuung in einer Klinik notwendig werden, erfolgt eine Verlegung.
Für wen kommt eine Geburt im Geburtshaus infrage?
Voraussetzung für eine außerklinische Geburt ist grundsätzlich ein komplikationsloser Schwangerschaftsverlauf. Außerdem möchten wir euch bereits während der Schwangerschaft kennenlernen und führen vor der Geburt ein ausführliches Aufklärungsgespräch.
Bestimmte medizinische Situationen schließen eine außerklinische Geburt aus. Dazu gehören beispielsweise eine Mehrlingsschwangerschaft, insulinpflichtiger Diabetes, Nikotin- oder Drogenkonsum oder ein BMI über 35.
Bei anderen Voraussetzungen – beispielsweise nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt, bei bestimmten Vorerkrankungen oder einem BMI zwischen 30 und 35 – prüfen wir individuell, ob eine Geburt bei uns möglich ist.
Wenn ihr unsicher seid, ob eine Geburt im Geburtshaus für euch infrage kommt, sprecht uns gern an.
Ist eine Geburt im Geburtshaus sicher?
Sicherheit hat für uns höchste Priorität. Sichere außerklinische Geburtshilfe beginnt für uns deshalb bereits während der Schwangerschaft.
Wir beobachten den Schwangerschaftsverlauf, berücksichtigen mögliche Risikofaktoren und besprechen vor der Geburt ausführlich mit euch, ob die Voraussetzungen für eine Geburt im Geburtshaus gegeben sind.
Unsere Arbeit basiert auf langjähriger Erfahrung, regelmäßigen Fortbildungen, verbindlichen Qualitätsstandards und einem etablierten Qualitätsmanagement. Auch mögliche Notfallsituationen und Verlegungen werden regelmäßig trainiert.
Zur Sicherheit gehört für uns auch, rechtzeitig zu erkennen, wenn eine weitere Betreuung in einer Klinik sinnvoll oder notwendig ist.
Welche Möglichkeiten und Gebärpositionen gibt es bei der Geburt?
Bei der Geburt kannst du die Position wählen und wechseln, die sich für dich gut anfühlt. Möglich sind zum Beispiel aufrechte Gebärpositionen, die Geburt im Stehen, Hocken, Knien oder Vierfüßlerstand sowie verschiedene Positionen im Bett. Unsere Geburtsräume verfügen außerdem über Geburtswannen, sodass auch eine Wassergeburt möglich ist.
Während der Geburt steht die persönliche Begleitung im Mittelpunkt: In der Eröffnungsphase erfolgt eine 1:1-Betreuung durch eine Hebamme, zur Geburt kommt eine zweite Hebamme hinzu, sodass eine 2:1-Betreuung durch zwei Hebammen gewährleistet ist.
Neben der Geburt im Geburtshaus begleiten einzelne Hebammen nach individueller Absprache und bei entsprechender Kapazität auch Hausgeburten.
Was passiert, wenn während der Geburt eine Verlegung in die Klinik notwendig wird?
Auch bei einer komplikationslos verlaufenden Schwangerschaft kann sich während der Geburt zeigen, dass eine weitere Betreuung in einer Klinik sinnvoll ist.
Die meisten Verlegungen erfolgen vorsorglich und ohne akute Gefahr für Mutter oder Kind. In solchen Situationen kann die Fahrt beispielsweise im privaten Pkw erfolgen.
Ist eine schnelle Verlegung erforderlich, arbeiten wir eng mit Rettungsdiensten und Kliniken zusammen. Unsere Hebammen trainieren regelmäßig entsprechende Notfallsituationen.
Vor der Geburt besprechen wir ausführlich mit euch, welche Gründe zu einer Verlegung führen können und wie sie abläuft.
Wann muss ich mich im Geburtshaus anmelden?
Meldet euch am besten möglichst früh in der Schwangerschaft.
Unsere Hebammen können pro Monat nur eine begrenzte Anzahl von Familien begleiten.
Wenn ihr euch eine Betreuung bei uns vorstellen könnt, sendet uns bitte eine E-Mail mit euren errechneten Geburtstermin – wir melden uns dann mit ausführlichen Informations- und Anmeldeunterlagen zurück.
Hat eine Hebamme für euren Geburtszeitraum Kapazität, meldet sie sich danach in der Regel innerhalb von ein bis drei Wochen bei euch und vereinbart ein erstes Kennenlernen. Sollte zunächst kein Platz frei sein, bleibt ihr auf unserer Registrierungsliste und könnt bei frei werdenden Kapazitäten nachrücken.
Wie läuft die Betreuung während der Schwangerschaft ab?
Wir können euch bereits von Beginn der Schwangerschaft an begleiten.
Unser Angebot umfasst unter anderem die Feststellung der Schwangerschaft, die Ausstellung des Mutterpasses, Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien, Blutentnahmen und Laboruntersuchungen sowie Beratung bei Schwangerschaftsbeschwerden, Fragen und Unsicherheiten.
Die drei empfohlenen Ultraschalluntersuchungen werden in eurer gynäkologischen Praxis durchgeführt.
Ihr könnt eure Schwangerschaftsvorsorge vollständig durch eure Hebamme durchführen lassen oder die Vorsorge zwischen Hebamme und Frauenarzt aufteilen.
Kenne ich die Hebammen, die mich bei der Geburt begleiten?
Ja. Während der Schwangerschaft werdet ihr in der Regel von zwei Bezugshebammen betreut. So habt ihr Zeit, euch kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
Von drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis zwei Wochen danach teilen sich diese beiden Hebammen üblicherweise im wöchentlichen Wechsel die Rufbereitschaft für eure Geburt.
Während der Geburt werdet ihr von zwei Hebammen begleitet (eine Bezugshebamme und eine aus dem Großteam).
Was kostet eine Geburt im Geburtshaus?
Die regulären Hebammenleistungen werden entsprechend den geltenden Regelungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Zusätzlich fällt für die 5-wöchige Rufbereitschaft eures Hebammenteams eine Rufbereitschaftspauschale an.
Die meisten Krankenkassen beteiligen sich an diesen Kosten, allerdings in unterschiedlicher Höhe. Fragt deshalb am besten direkt bei eurer Krankenkasse nach, welchen Betrag sie übernimmt. Auch eine Krankenkassenwechsel könnte bei Bedarf überlegt werden.
Die Rufbereitschaftspauschale wird in zwei Raten gezahlt. Sollte die Zahlung für euch schwierig sein, sprecht uns bitte an. Wir suchen gemeinsam nach einer passenden Lösung.
Die Hebammen bieten auch sogenannte IGeL-Leistungen an, die nicht regulär von den Kassen bezuschusst werden. Diese Zusatzangebote werden von den Hebammen ausdrücklich kommuniziert und euch als Aushang im Geburtshaus und als Infobrief bei der Anmeldung mitgeteilt.
Was ist, wenn ich noch keine Wochenbetthebamme habe?
Kümmert euch möglichst früh in der Schwangerschaft um eine Hebamme für das Wochenbett. Die freien Kapazitäten in Berlin sind begrenzt.
Je nach Wohnort und freien Kapazitäten kann die Wochenbettbetreuung durch eine unserer Hebammen übernommen werden. Ob dies möglich ist, besprecht ihr beim Erstgespräch.
Eine Wochenbettbetreuung durch unser Team können wir leider nicht immer anbieten.
Habt ihr eine externe Wochenbetthebamme, erfolgt nach der Geburt eine professionelle Übergabe an diese Hebamme.
Kann ich die Vorsorge bei der Hebamme machen und trotzdem zum Frauenarzt gehen?
Ja. Ihr könnt eure Schwangerschaftsvorsorge vollständig durch eine Hebamme durchführen lassen und beispielsweise für die empfohlenen Ultraschalluntersuchungen zum Frauenarzt gehen. Ebenso ist eine Vorsorge im Wechsel zwischen Hebamme und Frauenarzt möglich.
Hebammen und Frauenärzte arbeiten bei der Schwangerschaftsvorsorge auf Grundlage der Mutterschaftsrichtlinien.
Ihr habt die Wahl, eure Vorsorge ganz oder teilweise durch eine Hebamme durchführen zu lassen und ärztliche Leistungen dort in Anspruch zu nehmen, wo sie medizinisch sinnvoll oder von euch gewünscht sind.
Sollten in eurer gynäkologischen Praxis Fragen zu unserem Betreuungskonzept aufkommen, müsst ihr diese nicht allein klären. Wir stehen auch für Rückfragen zur Verfügung.
Kann ich das Geburtshaus erst einmal unverbindlich kennenlernen?
Ja. Unser Infoabend findet jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr statt. (Es ist keine Anmeldung für den Infoabend nötig.)
Dort könnt ihr unser Geburtshaus kennenlernen und euch über die Betreuung während Schwangerschaft und Geburt, die Voraussetzungen für eine außerklinische Geburt, Sicherheit, mögliche Verlegungen und organisatorische Fragen informieren.
Der Infoabend, die dortige mögliche Anmeldung zur Betreuung und das Kennlerngespräch mit einer Hebamme, welches sie bei freien Kapazitäten tlefonisch mit euch vereinbart, sind unverbindlich. Erst dann entscheidet ihr fest, ob ihr von uns betreut werden möchtet.
Kann ich Kurse besuchen, auch wenn ich nicht im Geburtshaus betreut werde?
Ja. Viele unserer Kurse und zusätzlichen Angebote könnt ihr unabhängig davon besuchen, ob ihr für eine Geburt bei uns angemeldet seid.
Je nach Verfügbarkeit bieten wir unter anderem Geburtsvorbereitung, Schwangerschaftstreffen, Rückbildung, Hypnobirthing, Yoga, Pilates, Erste Hilfe am Kind, Eltern-Kind-Kurse und weitere Angebote rund um Schwangerschaft, Geburt und Familie an.
Unsere aktuellen Kurse und Termine findet ihr unter „Kurse und Angebote“. Dort könnt ihr euch selbst einbuchen.
Sind alle Hebammen im Geburtshaus gleich qualifiziert?
Alle Hebammen, die bei uns Geburten begleiten, verfügen über die erforderliche fachliche Qualifikation und arbeiten nach den Qualitätsstandards des Geburtshauses. Regelmäßige Fortbildungen, verbindliche Abläufe und Notfalltrainings gehören zu unserer Arbeit.
Persönlichkeiten und Betreuungsstile können sich natürlich unterscheiden – fachliche Sicherheit soll jedoch nicht davon abhängen, ob eine Hebamme älter oder jünger ist oder selbst Kinder hat. Während der Schwangerschaft werdet ihr in der Regel von zwei Bezugshebammen betreut und habt dadurch Zeit, euer Hebammenteam kennenzulernen.
Wie ist das Geburtshaus Treptow organisiert?
Das Geburtshaus Treptow wurde von den Hebammen Katja und Mandy gegründet und wird als GmbH geführt. Die GmbH organisiert unter anderem die Räumlichkeiten, die Verwaltung, das Qualitätsmanagement und die organisatorischen Abläufe des Geburtshauses.
Die Hebammen, die bei uns betreuen, sind freiberuflich und arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich. Einige arbeiten als selbstständige Einzelhebammen, andere haben sich zu einer Hebammenpartnerschaft zusammengeschlossen.
Für eure Betreuung macht diese organisatorische Struktur im Alltag keinen Unterschied: Ihr werdet von eurem persönlichen Hebammenteam begleitet und profitiert gleichzeitig von den gemeinsamen Standards und der Zusammenarbeit des gesamten Geburtshaus-Teams.
Wie kann ich über Neuigkeiten aus dem Geburtshaus informiert bleiben?
Mit unseren Geburtshaus-News bleibst du mit uns verbunden. Etwa einmal im Monat informieren wir über Neuigkeiten aus dem Geburtshaus, aktuelle Kurse und Veranstaltungen sowie Wissenswertes rund um Schwangerschaft, Geburt und Familie.
Die Geburtshaus-News sind nicht nur für Schwangere gedacht – auch ehemalige Familien und alle, die sich unserem Geburtshaus verbunden fühlen, sind herzlich willkommen.
Ihr habt weitere Fragen oder könnt euch eine Betreuung durch uns vorstellen?
Dann lernt uns bei einem Infoabend kennen oder meldet euch telefonisch oder per E-Mail bei uns.
Wir freuen uns darauf, euch kennenzulernen.

